Historischer Hintergrund
Die Fallenstöcke als auch die Geläufe und das Wasserrad sind Teil des Denk- und Ensembleschutzes. Der Quellsee der Blau wird durch ein Schrägwehr mit zwei mehrteiligen Fallenstöcken in zwei Bereiche gegliedert:
Im oberen Teil liegt der eigentliche Quellsee, im unteren ein ebenfalls aufgestauter Bereich, der als Oberwasser für das Turbinenhaus dient. Die beiden Fallenstöcke befinden sich am westlichen und östlichen Ufer, dazwischen verläuft die Rampe des Schrägwehres.
Auf der Westseite wird das historische Mühlrad über eine Schussrinne mit Wasser versorgt, die aus dem ersten Feld des westlichen Fallenstocks gespeist wird. Es wurde durch ein Gutachter festgestellt, dass auch hier – unter Denkmalschutzauflagen – Sanierungsbedarf besteht.
Sanierungsmaßnahmen
Die Fallenstöcke sind aus lokalem Süßwasserkalkstein, mit sehr großformatigen Steinblöcken errichtet. Gutachten haben ergeben, dass die Bausubstanz der Fallenstöcke und des Geläufes zum Wasserrad zum Teil baufällig ist. Die Fundamente fallen in die Wasserflächen. Durch die Verwendung von Kalk- und Tuffstein sind erhebliche Ausspülungen unterhalb der Wasserfläche zu erkennen. Dies beeinträchtigt die Fundamentierung und damit die Standfestigkeit. Zusätzlich konnten Risse in den oberirdischen Steinen nachgewiesen werden. Der auffallendste Schaden ist der durchgebrochene und mehrmals vergeblich reparierte Riegel im östlichen Feld des westlichen Fallenstocks. Der gleiche Schaden, nur in einem früheren Stadium, besteht auch am östlichen Riegel des östlichen Fallenstockes.
Die Sanierung beinhaltet auch die Demontage, Reinigung und gegebenenfalls notwendige Reparatur des Wasserrads. Das Geläuf zum Wasserrad ist aus Holz und über die Jahre morsch geworden und muss somit ebenfalls saniert werden.
Geplanter Sanierungszeitraum
Juli 2026 bis August 2026
Projektteam
Planerisch zuständig ist das Ingenieurbüro Wassermüller sowie das Büro stemshorn kopp Architekten und Stadtplaner