Erneuerung von Blautopfcafé und Hammerschmiede

Historischer Hintergrund

Die Hammerschmiede in Blaubeuren ist ein bedeutendes Industriedenkmal. Wer über ihre Türschwelle schreitet, tritt förmlich in ein anderes Jahrhundert: In der historischen Schmiedewerkstatt wird authentisch gezeigt, wie früher Eisen geschmiedet und Werkzeug hergestellt wurde.

Die Lage am Blautopf war dafür ideal, denn der beständige Wasserfluss war eine unerschöpfliche Energiequelle, die über ein Wasserrad in die Schmiede geleitet wurde. Noch heute kann die Anlage zur Demonstration der früheren Arbeitsweise in Betrieb gesetzt werden, darüber hinaus finden hier (vor und auch wieder nach der Sanierung) Schauschmiedevorführungen und Schmiedekurse statt.

Sanierungsmaßnahmen

Beide Gebäudeteile der Hammerschmiede sind denkmalgeschützt und momentan leider in einem maroden Zustand – sie müssen sowohl technisch als auch bausubstanziell erneuert werden. Der Umbau beinhaltet auch Rückbaumaßnahmen beispielsweise des südlichen Vordaches, die nicht im Einklang mit den Vorschriften des Denkmalschutzamtes stehen.

Das angrenzende Café wird modernisiert sowie mit Sitzplätzen im Innenraum ausgestattet. Als repräsentativer Ganztagesbetrieb soll das Café zukünftig das Ufer des Blautopfs bereichern – im Sommer auch mit Biergartenatmosphäre unter Bäumen. Der Cafébetrieb wird durch die Erneuerung und Neustrukturierung von Küche und Sanitäranlagen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch die Bausubstanz unterhalb der Wasserfläche wird erneuert, dabei werden Schäden und Auswaschungen saniert.

Mit den neu gestalteten Sitzstufen an den Ufermauern wird der Vorplatz zum Blautopf so zum einladenden Entrée für alle Besucherinnen und Besucher.

Geplanter Sanierungszeitraum

März 2025 bis September 2026

Projektteam

Planerisch zuständig ist das Büro Stemshorn Kopp Architekten und Stadtplaner.

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